Sie spielen eine sehr entscheidende Rolle im Alterungsprozess. Bei den Hormonen handelt es sich um Stoffe, die verschiedene Regelkreise optimal funktionieren lassen. Stoffe, die den Eierstöcken, der Zirbeldrüse, der Schilddrüse, der Bauschspeicheldrüse und auch dem Immunsystem, den Knochen und die Hoden steuern.
Damit die Hormone an ihren Zielorganen effizient wirken können, sind sie auf gut miteinander funktionierende intra- und interzelluläre, biochemische und molekulargenetische Prozesse angewiesen.

Warum produzieren wir mit zunehmendem Alter immer weniger Hormone?

  • Im Laufe eines Lebens sind die endokrinen Drüsen zahlreichen Störfaktoren ausgesetzt, die deren Funktion allmählich schwächen und sie verschleißen; die Hormonsekretion geht zurück.
    Außerdem stellt sich mit der Zeit eine zunehmende Gefäßabnutzung ein, die die Blutzirkulation zu den Organen und den endokrinen Drüsen immer schwieriger gestaltet. Da die Drüsen nur noch unzureichend mit frischem Blut versorgt werden, wird auch ihre Sauerstoff- und Nährstoffversorgung prekärer.
  • Eine schlechte Ernährung trägt zur Verschlimmerung der Situation bei: Dadurch fehlt es den Drüsen an den für die Zellerneuerung und Produktion neuer Hormone nötigen Substanzen.
    Schließlich führt der wiederholte Angriff von Mikroben, Viren, Bakterien, Parasiten und Schimmelpilzsporen zu einer fortschreitenden Zerstörung des Drüsengewebes.
  • Der für diesen Rückgang der Hormonproduktion hauptverantwortliche ist jedoch das Alter und die erbarmungslose und unvermeidliche Alterung der Drüsen selbst. Sie werden im Laufe der Jahre immer schwächer, verschleißen sich und sind nicht mehr in der Lage, ihre abgestorbenen Zellen zu ersetzen. Abfallprodukte sammeln sich in den verbleibenden Zellen an. Hierdurch wird ihre Aktivität und Wirksamkeit gehemmt.

Es kann sein, dass das Versagen der Hormonproduktion bereits genetisch programmiert ist, um uns durch den Verfall unserer Drüsen und Organe zu zwingen, der nächsten Generation zu weichen. Bei jedem von uns versagt also früher oder später die Drüsenfunktion und der Hormonspiegel schließlich absinkt. Der Spiegel dieser Hormone kann jederzeit durch einen Hormontest festgestellt und, wenn nötig, gezielt ersetzt werden.

Alle Hormone unterliegen sowohl Tagesrhythmen als auch dem Alterungsprozess, d. h. mit zunehmendem Alter schwächen sie sich ab, sodass ab 65 Jahren keine hohen Spitzenwerte für die meisten Steroidhormone und die Hormone des Hypothalamus und der Hirnanhangsdrüse mehr gemessen werden können. Die Biorhythmen spielen überhaupt eine große Rolle bei der Hormonsekretion. Bei Frauen drückt sich das zyklische hormonelle Geschehen im Hypothalamus ab einem bestimmten Alter, zwischen der Menarche und der Menopause, in ihren Monatszyklus.
Da beim Mann die Hormonsekretion nicht in Monatszyklen, dafür aber in Tagesrhythmen vor sich geht, merkt er den kontinuierlichen Hormonabfall des Testosterons nicht so schnell wie die Frau, bei der das zyklische Geschehen meist abrupt aufhört. Die Produktion ihrer Hormone, Estradiol und Progesteron, fällt rasch ab, da die Eierstöcke nur eine begrenzte Lebenszeit haben. Den Zeitraum vor dem Sistieren der Östrogen- und Progesteronbildung nennt man Prämenopause. Sie ist durch unregelmäßige Zyklen, häufig mit einer Östrogendominanz, gekennzeichnet. Dieses Überwiegen der Östrogene gegenüber dem Gelbkörperhormon Progesteron rührt daher, dass die Eisprünge zuerst ausbleiben. Das spüren die Frauen häufig durch verlängerte Zyklen, Brustspannen, depressiv-ängstliche Stimmungen und das Gefühl des »Aufgeschwemmt zu sein« mit geschwollenem Bauch. Ungefähr mit 50 Jahren erlischt dann die Eierstockfunktion und es tritt der absolute Progesteron- und Östrogenmangel auf. Nun manifestieren sich die bekannten Symptome wie Hitzewallungen, Depressionen, Gereiztheit, Schlafstörungen, Haut- Schleimhaut- und Augentrockenheit.
Beim Mann kommt es eher zu einem altersbedingten Testosteronabfall mit Folgeerscheinungen wie Osteoporose, wahrscheinlich erhöhtem Herz-Kreislauf-Risiko, verringerter Muskelmasse, Vergrößerung des Fettdepots, insbesondere zentral (so genannter Bierbauch), Auftreten von Cellulite und Hautalterung, Abfall der Libido und Potenz, Müdigkeit, Stimmveränderungen, Schamhaarverlust, Verlust des Selbstbewusstseins, der Durchsetzungsfähigkeit. Männer, aber auch Frauen mit Testosteronmangel sind oft nach außen ruhig, innen jedoch geladen und explodieren bei der kleinsten Stresssituation.

Beschwerden, die durch eine Störung der Geschlechthormone ausgelöst sein können.

  • Erschöpfungszuständen
  • Akne
  • Übermässige Behaarung
  • Hautprobleme
  • Migräne
  • Nachlassender Leistungsfähigkeit
  • Blutdrucksteigerung
  • Haarausfall
  • Gereiztheit
  • Konzentrationsschwäche
  • Depressionen
  • Infektionsfälligkeit
  • Nachlassender Gedächtnisleistung

Deshalb sollte durch gezielte Hormontherapie der Hormonmangel ersetzt werden.

Die Hormone, welche in der Anti – Aging – Therapie eine grosse Rolle spielen, sind:

Testosteron
zum Aufbau von Muskel und Knochen, zur Steigerung von Vitalität und Libido
Melatonin
Zur Regulierung des Wach-Schlafrhythmus, zum Schutz des Immunsystems vor freien Radikalen, bei Herz-Kreislauf-Beschwerden
Progesteron
bei Wechselbeschwerden, Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zur Verbesserung der psychischen Balance
5-HTP
gegen Depressionen, Schlafstörungen, übersteigertes Hungergefühl und Fibromyalgie zur Regulierung des Wach-Schlafrhythmus, zum Schutz des lmmunsystems vor Freien Radikalen, bei Herz-Kreislauf-Beschwerden
Östrogene
gegen klimakterische Beschwerden, Hautalterung, Osteoporose, zur Harmonisierung der Psyche
DHEA
gegen Arteriosklerose, Altersdiabetes, Altersdemenz, Eettleibigkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Hautalterung, zur Steigerung der Vitalität und Immunstärke
Androstendion
für Muskelaufbau, Erinnerungsvermögen, Cholesterinregulierung, gegen Libidoverlust
Pregnenolon
zur Förderung der Gedächtnisleistung, Stressbekämpfung, gegen Arthritis, Depressionen, Angstzustände
Wachstumshormon (HGH)
für Muskelaufbau, zur Körperfettreduktion, Hautstraffung, Steigerung von Energie und Ausdauer.