Erstgespräch
Die gesetzliche Voraussetzungen für eine Kinderwunschbehandlung.
Folgende Voraussetzungen müssen für eine medizinisch unterstützte
Befruchtung erfüllt sein:
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Das Paar muss verheiratet sein oder länger
in einer festen Beziehung zusammenleben. |
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Die Patientin/Partnerin sollte jünger als
40 Jahre (Ausnahmefälle 45 Jahre) sein
ausreichend gegen eine Rötelinfektion geschützt sein. |
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lhr HIV-Test muss negativ sein. |
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lhre Kinderlosigkeit ist mit anderen Maßnahmen
nicht zu beheben. |
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Es dürfen nur Ei- und Spermazellen des Ehegatten
verwendet werden. Ausnahmen sind nur durch die zuständige
Ethikkommission bei der Ärztekammer (Münster) mit Hilfe
einer Genehmigungserlaubnis möglich. |
Die hier beschriebenen Untersuchungen geben den Ablauf
nur schematisch wieder. Je nach Befund können Untersuchungen
entfallen oder andere hinzukommen.
Kontrollzyklus (Zyklus-Monitoring)
Der sogenannte Kontrollzyklus dient dazu, denjenigen
Paaren schnell ein Bild über den Zyklusablauf zu verschaffen,
bei denen bis dahin wenig oder gar keine Abklärung erfolgt ist.
Dazu ist es unter anderem notwendig, dass die Frau drei bis viermal
während eines Zyklus zur Kontrolluntersuchung kommt. Eine Ultraschalluntersuchung
durch die Scheide dient der Betrachtung der Eierstöcke, der Eileiter
und der Gebärmutter. Ausserdem ist die Ultraschalluntersuchung
wichtig, um Zysten im Bereich der Eierstöcke auszuschliessen.
Eine Zyste könnte sich unter einer Hormonbehandlung vergrössern
und zu Komplikationen führen.
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Hormonbestimmung
Während der 3 - 5 Zyklustage, häufig
also noch während der Blutung, werden eine Reihe von Hormonen
bestimmt. Dazu können Blutentnahmen zu Beginn des Zyklus
für Östrogen, LH, FSH, Testosteron, Prolaktin und
das Schilddrüsenhormon TSH und eventuell in der zweiten
Zyklushälfte für Progesteron notwendig sein, um Störungen
der Eizellreifung auszuschließen.
Bei der Blutentnahme kann man auch, falls noch
nicht vorhanden oder älter als drei Monate, zurückliegen.
Folgende vorgeschriebene Tests vornehmen: HIV, Hepatitis B –
Tests und bei der Frau zusätzlich Rötel- und Windpockenimpfschutz.
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Ungefahr in der Zeit von Tag 10 bis Tag 12 wird die
Eizellreifung mit Hilfe der Ultraschalluntersuchung und der oben genannten
Hormonbestimmung überwacht, gleichzeitig wird kontrolliert, ob
der Aufbau der Gebarmutterschleimhaut und die Bildung des Mukus (Muttermundschleim)
regulär verlaufen. Es wird dann auch festgelegt, wann die Überprüfung
der sogenannten Sperma-Mukus-Interaktion erfolgen wird. Die Verträglichkeit
kann überprüft werden, indem unter dem Mikroskop ein Tropfen
der zuvor im Labor abgegebenen Spermaflüssigkeit mit einem Tropfen
des Gebärmutterhalsschleimes zum sogenannten Mukustest zusammengebracht
wird.
Die Zeugungsfähigkeit des Mannes wird durch die
mikroskopische Beurteilung des Samens (Spermiogramm) festgestellt.
Die gewonnene Samenprobe wird im Labor untersucht. Dort wird unter
dem Mikroskop geprüft, ob genügend Spermien mit gesunder
Form und guter Beweglichkeit im Samenerguss vorhanden sind. Da die
Qualität des Samens sehr schwanken kann, sollten zwei Untersuchungen
im Abstand von höchstens drei Monaten durchgeführt werden.
Die Ultraschalluntersuchungen, zusammen mit den Befunden
der körperlichen Untersuchung und den Ergebnissen der Hormontests
ermöglichen mir, den nahenden Ovulationszeitpunkt näher
zu bestimmen.
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Überprüfung der Eileiterdurchgängigkeit
Sind alle Untersuchungen normal, wird im nächsten
Schritt geprüft, ob die Eileiter durchgängig sind.
Hier stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Mit einer
speziellen Ultraschalluntersuchung, einer Röntgenuntersuchung
(sehr selten) oder einer operativen Bauchspiegelung (Laparoskopie)
kann die Durchgängigkeit der Eileiter überprüft
werden. Bei der Ultraschalluntersuchung wird über einen
sehr kleinen, in die Gebärmutterhöhle eingelegten
Plastikkatheter eine im Ultraschall schattengebende Flüssigkeit
eingespritzt und beobachtet, ob diese über die Eileiter
in die Bauchhöhle abläuft. Sollte dabei der Verdacht
auf einen Eileiterverschluss nicht völlig ausgeschlossen
werden können, wird die Funktionstüchtigkeit der Eileiter
bei einer Bauchspiegelung überprüft. Wenn allerdings
von vornherein Verdacht auf eine Eileiterstörung oder Endometriose
besteht, erfolgt die Bauchspiegelung als erster Schritt.
Dieser Eingriff wird unter Narkose durchgeführt.
Über einen kleinen Schnitt in der Nabelgrube wird ein optisches
Instrument, ein sogenannter Bauchspiegel, in die Bauchhöhle
eingeführt. Die Eileiter werden dann mit körperfreundlicher,
blaugefärbter Kochsalzlösung durchspült, und
der Arzt kann die Durchgängigkeit unmittelbar mit dem Auge
überprüfen. Darüber hinaus können bei einer
Bauchspiegelung Informationen über die Beweglichkeit der
Eileiter und ihre weitere Funktionstüchtigkeit gesammelt
werden (z.B. Eizell- und Samenzelltransport, mögliche Verwachsungen
im Bereich der inneren Geschlechtsorgane oder Endometriose).
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Weitere Untersuchungen können je nach Situation
zusätzlich erforderlich werden z.B. Spiegelung der Gebärmutterhöhle.
Wenn die Ergebnisse aller Untersuchungen vorliegen, werde ich sehr
intensiv mit Ihnen die therapeutischen Möglichkeiten besprechen
(siehe Methoden).