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Zentrum für
Fortpflanzungsmedizin Bochum |
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Behandlungsmethoden / Zyklusoptimierung Auf grund vorher geführten Untersuchungen und vorliegenden Befunden werden Ihnen entsprechende Therapiemethoden von mir vogerschlagen. In vielen Fällen ist zur Erfüllung des Kinderwunsches nicht die Anwendung einer einzigen Therapiemethode, sondern die Kombination mehrerer Therapien notwendig. Dies ist sogar oftmals unumgänglich, da häufig kombinierte Ursachen vorliegen. Deshalb erhalten Sie von mir einen individuellen auf Sie abgestimmten Behandlungsplan, den wir gemeinsam detailliert besprechen. Anhand dieser Pläne können Sie die zeitlichen und inhaltlichen Abläufe leicht erkennen. Die Wirkung der Behandlungen wird durch Ultraschalluntersuchungen, körperliche Untersuchungen und Hormonbestimmungen kontrolliert. Um Ihnen ein Eindruck von den Möglichkeiten der Fortpflanzungsmedizin zu ermitteln zeige ich Ihnen in eine gekürzte Fassung dieser Methoden, um Ihnen ein Gefühl zu geben, was heute in diesem Bereich möglich ist und wo es Grenzen gibt. Im Allgemeinen kann man die verschiedene Therapiemethoden in folgende Gruppen unterteilen:
Bei sehr vielen Patienten mit unerfülltem Kinderwunsch bestehen hormonelle Störungen. Deshalb steht die Korrektur der hormonellen Verhältnisse zumeist an erster Stelle der Behandlung. Auch erfordern die meisten modernen Verfahren der Fortpflanzungsmedizin eine hormonelle Stimulation, um den Eisprung genau festzulegen und (wie z.B. bei der In-Vitro-Fertilisation) um die Anzahl der Eizellen und somit die Chancen für eine Schwangerschaft zu erhöhen. Geringe Störungen im Eireifungsprozess und hormonellen Ablauf lassen sich meist mit Tabletten behandeln. Zum Einsatz kommt hierbei vordringlich Clomiphen, das während der ersten Zyklushälfte fünf bis zehn Tage lang mit der Einnahme von Tabletten/ der Verabreichung von Spritzen (z.B. Humegon, Pergonal, Fertinorm, Menogon...) begonnen wird. Die von außen zugeführten Hormone regen die Eierstöcke an, mehrere Follikel (Eibläschen) mit darin reifenden Eizellen heranzubilden. Das Wachstum der Follikel kann mit Hilfe von Blutanalysen der Eierstockhormone und durch Ultraschalluntersuchungen genau beurteilt werden. Auch der Zeitpunkt des Eisprungs wird auf diese Weise festgelegt. Die Hormonbildung in der zweiten Zyklushälfte und der gesamte zeitliche Ablauf kann durch den Wirkstoff HCG noch unterstützt werden. Dieser Stoff wird mit einer Spritze verabreicht und kann den Eisprung auslösen bzw. die Gelbkörperhormonbildung fördern. Der Eisprung wird dadurch bis auf 2-3 Stunden genau ausgelöst und so werden eine bzw. mehrere reife Eizellen für die Behandlung (Insemination, IVF, GIFT; ICSI..) bereitgestellt. Bei Patientinnen, bei denen aus vorherigen Stimulationen Reifungsstörungen der Eizellen bekannt sind oder gar ein vorzeitiger LH-Anstieg (LH ist ein Hormon der Hirnanhangsdrüse und bewirkt u.a. den Eisprung) registriert worden ist, wird ca. 7 Tage vor der erwarteten Regel eine Behandlung mit GnRH-Analoga begonnen, um einen vorzeitigen Eisprung bzw. vorzeitige Alterung der Eizellen zu verhindern. GnRH-Analoga gibt es als Spritzen und als Nasenspray. Die Stimulation der Eierstöcke ist eine sehr aufwendige und auf engmaschige Kontrolle durch den Arzt abgestimmte Therapie. Die Patientin muss sich ab dem 9 Zyklustag mehreren Ultraschalluntersuchungen und Blutentnahmen unterziehen. Bei drohender Überstimulation (übermäßiges Wachstum der Eibläschen und Vergrösserung der Eierstöcke) muss die Stimulation abgebrochen werden, die Auslösung des Eisprungs unterbleibt.
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